Baywa-Areal Ludwigsburg: für Planungsentwurf entschieden

Der mit 25.000 Euro dotierte Wettbewerb der Firma STRENGER Bauen und Wohnen für die Gestaltung des Baugebiets auf dem Baywa-Areal in Ludwigsburg ist abgeschlossen. Fünf Architekturbüros hatten bis Januar 2016 ihre Planungsentwürfe eingereicht. Das Rennen machte schließlich der Wettbewerbsbeitrag des Stuttgarter Architekturbüros
Von M
. „Insgesamt bietet der Entwurf durch seine klare städtebauliche Struktur und qualitätsvolle architektonische Ausformulierung gute Antworten auf die Vereinbarkeit von Wohnen und Arbeiten“, sagt Karl Strenger, Geschäftsführer der STRENGER Gruppe.

Auf dem 1,7 Hektar großen Baugebiet werden voraussichtlich ab dem Frühjahr 2017 Gewerbeflächen (8.600 Quadratmeter) und circa 80 Wohnungen (6.800 Quadratmeter) mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro entstehen. Darunter auch 17 Wohneinheiten, die durch die Umsetzung als BAUSTOLZ-Systembauten dem Modell „Fair Wohnen“ zugeführt werden. Als Hochpunkt des Areals ist ein zehngeschossiger Turm geplant, mit dem Bezug auf den ursprünglichen Baywa-Turm genommen wird. Das Freiraumkonzept besteht aus drei Bereichen zwischen den Wohngebäuden, die durch eine halböffentliche Wegeverbindung an einen Quartiersplatz angeschlossen sind.

Der Übergang zwischen Wohngebäuden und Gewerbe wird durch eine begrünte
Lärmschutzwand gebildet, die die Nutzungen voneinander trennt. Die Fassaden sind klar und einheitlich gestaltet und reagieren konsequent auf die Belichtung und Anforderungen des Schallschutzes. „Es war für die Planer nicht einfach, die vielen Anforderungen unter einen Hut zu bringen und dennoch eine hohe städtebauliche Qualität zu gewährleisten. Dem siegreichen Planungsbüro ist das aber sehr gut gelungen“, so Bürgermeister Michael Ilk.

Die elfköpfige Jury bestand neben zwei unabhängigen Fachpreisrichtern aus Vertretern des Gemeinderats, der Stadt Ludwigsburg und STRENGER Bauen und Wohnen. Bei der Bewertung wurden besonders die Kriterien schalltechnische Verträglichkeit mit den angrenzenden Gewerbeflächen, hohe Qualität des städtebaulichen und freiräumlichen sowie des architektonischen und gestalterischen Konzeptes geprüft.

Im Rathaus-Foyer in der Wilhelmstraße 11 werden alle Wettbewerbsarbeiten von Donnerstag, 14. April, bis Freitag, 29. April, ausgestellt. Außerdem wird es im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung zum Bebauungsplan voraussichtlich noch vor den Sommerferien eine Informationsveranstaltung geben.


14. April 2016