Regionale Kunst an Rohbau-Wänden

Keine Angst vor Baustaub, lautete die Devise für alle Kunstliebhaber am Samstagabend in Stuttgart. Denn wer im Rahmen der Langen Nacht der Museen die Ausstellung Kunst im Rohbau in der Tübinger Straße 67 besuchte, durfte tatsächlich 65 Exponate aus ganz unterschiedlichen Kunstrichtungen in einem abgesicherten Baustellenbereich des Projekts Stuttgart City-Puls erkunden. 

 

"Die liebevoll gestaltete Kunst und die noch kalten Betonwände des Rohbaus ergeben eine sehr spannende Atmosphäre", erklärt Lilia Fuchs aus Ludwigsburg. Als eine von insgesamt drei regionalen Ausstellern, die an diesem Abend in den temporären Galerieräumen des Ludwigsburger Immobilienunternehmens Strenger Bauen und Wohnen ihre Werke präsentierten, zeigte die freischaffende Künstlerin abstrakte Phantasiegemälde in Acryl-Lasuren-Technik. 

 

Vom Stuttgarter Galerist und Pop-Art-Künstler Rômulo Feliciano Kurányi konnten die Besucher filigrane Tuschezeichnungen in unterschiedlichen Formaten sehen. Fotograf Nicolai Rapp gab Kunstinteressierten in zwei Führungen interessante Einblicke in seine Reiseerfahrungen und seinen Schaffensprozess. Der Stuttgarter zeigte neben großformatiger Fotokunst auch beeindruckende Kunstinstallationen. Seine Werke untersuchen zeitgenössisch relevante und politisch-wirtschaftliche Phänomene in Entwicklungs- und Schwellenländern.

 

Weshalb das Unternehmen Strenger Bauen und Wohnen gerade den Rohbau von Stuttgart City-Puls als Pop-up-Galerie wählte, erklärt Verkaufsleiterin Dr. Lis Hannemann-Strenger wie folgt: "Das Projekt überzeugt zum einen durch seinen zentralen Standort. Das spricht eine moderne Zielgruppe an, die am Leben und dem Kulturangebot in der Stadt interessiert ist. Zum anderen passt das Thema Kunst auch gut zu unserer besonders ästhetischen Architektur."

 

DJ Janjoulow sorgte mit klassischem House-Sound bei den zahlreichen Gästen noch bis in die frühen Morgenstunden für gute Stimmung. Da störte auch so ein bisschen Baustaub nicht wirklich.


3. April 2016