Dr. Lis Hannemann-Strenger im Meeting und nachmittags ist Kinderzeit mit Hugo (vorn) und Hilda sowie Home-Office angesagt.

"Spagat zwischen Karriere und Kindern klappt gut"

"Darf ich Ihnen Kaffee oder Wasser anbieten?", fragt Dr. Lis Hannemann-Strenger zuvorkommend bevor an diesem Vormittag das Meeting mit dem Verleger der hiesigen Zeitung in der STRENGER-Firmenzentrale beginnt. Sie legt ihr Notizbuch vor sich auf den Tisch und hört ihrem Gesprächspartner interessiert zu. Souverän und dennoch herzlich antwortet sie auf Fragen.

 

Im Frühjahr 2014 stieg Dr. Hannemann-Strenger als Vertriebsleiterin der Firma STRENGER Bauen und Wohnen in das Familienunternehmen ein. "Jetzt habe ich noch genug Zeit mich an der Seite meines Vaters einzuarbeiten", erklärt sie bodenständig. Dabei kann die 30-Jährige bereits auf eine solide Karriere zurückblicken. Nach einem Studium der internationalen Betriebswirtschaftslehre an der WHU in Vallendar und Aufenthalten im Ausland promovierte Dr. Hannemann-Strenger 2012 an der RWTH in Aachen, um schließlich zwei Jahre für das renommierte Unternehmen McKinsey & Company zu arbeiten.

 

Das Meeting mit dem Verleger ist beendet, Dr. Hannemann-Strenger geht in ihr Büro, um sich auf weitere Besprechungen vorzubereiten. Ein perfektes Zeitmanagement ist für sie essentiell, schließlich steht um 15:30 Uhr ein besonders wichtiger Termin an: Ihre beiden Kinder, der zweijährige Hugo und die einjährige Hilda, müssen abgeholt werden; ab dann steht "Kinderzeit" an. In Summe klappe der Spagat zwischen Kindern und Karriere sehr gut, erklärt Dr. Hannemann-Strenger lächelnd. Als große Unterstützung nennt sie ihre Mutter, die den Spitznamen "Mimi" trägt. An den Wochenenden packt Ehemann Daniel mit an. Nur Hobbys wie Kochen oder Wandern und Freundschaften kämen oft zu kurz, sagt die zweifache Mutter und fügt hinzu: "Aber ohne Kompromisse geht es leider nicht."

 

Die nächste Besprechung steht an. Freundlich begrüßt Dr. Hannemann-Strenger die Teilnehmer. Dass ihre Nacht kurz war und der Tag am Mittag bereits lang ist, erkennt man beim genauen Hinsehen nur an einem kleinen Detail - den Kinderkeksen, die aus ihrer Tasche herausschauen.


5. Februar 2016